Mittwoch, 1. Juni 2016

Rezept: Rehleber mit Nudeln á la Karsten

Zutaten (für 2 Personen):
1 Rehleber (ca. 400 gr)
400 gr Vollkornnudeln
2-3 braune Champignons
1/2 Zwiebel
4  kleine Tomaten (je nach Belieben)
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer


Vorbereitung:
Rehleber in Würfel (ca. 3x3 cm) schneiden und in Mehl panieren, damit sie beim Braten nicht trocken wird.
Zwiebel und Champginons in kleine Würfel schneiden.
Tomaten vierteln.

Zubereitung:
Wasser zum Kochen bringen, salzen und einen Schuss Öl dazu geben und die Nudeln bissfest (al dente) kochen.
Während die Nudeln kochen kann man die Zwiebeln und Pilze in einer leicht geölten Pfanne anbraten bis die Zwiebeln glasig sind und danach in ein Behältnis geben.

Vergesst die Nudeln nicht!!! Wenn diese fertig sind einfach abtropfen lassen, nicht abschrecken.
Nun kommen wir zur Zubereitung der Leber, wozu eigentlich nicht viel zu sagen ist:
Die Leber in eine geölte und beschichtete Pfanne geben und anbraten bis sie dunkelbraun wird. Bratet sie aber nicht zu lange, da sie sonst zu trocken wird. Um das zu vermeiden habe ich etwas Wasser dazu gegeben.
 

Ist die Leber nun fertig angebraten könnt ihr die Zwiebel und Champignons dazu geben und die 2 in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen (keine Presse benutzen, das wäre kontraproduktiv), geviertelten Tomaten  und Nudeln dazugeben und  kurz mit einem Schuss zusätzlichen Öl scharf anbraten.
 

Auf zwei Teller geben und nach Belieben salzen und pfeffern.
Fertig ist die Rehleber mit Nudeln.
 





Viel Spaß beim Nachkochen und Waidmannsheil für das Rehwild das man dafür braucht


Mittwoch, 4. Mai 2016

Der last minute Bock

Am Morgen des 1. Mais beziehungsweise mitten in der Nacht (3:30) klingelte mein Wecker, da ich knapp 70 km zu uns ins Revier zu fahren hatte.
Nach einer schnellen Dusche und einem Kaffee ging es los.



Ich saß um kurz vor 5 auf dem von mir gebauten Erdsitz. Nachdem ich keine 10 Minuten saß huschte etwas Flauschiges direkt vor mir vorbei. Ich gehe davon aus, dass es ein Dachs war, zumindest von den Konturen die ich erkennen konnte. Insgesamt hörte ich bis zum Abbaumen  3 Schüsse und sah einen Mäusebussard und ein Eichhörnchen direkt neben mir in den Bäumen.

 

Nach dem Abbaumen glaste ich noch die Waldränder ab und konnte auf knapp 500 m einen Bock ausmachen. Also versuchte ich mich anzupirschen, bis ich aber nach knapp 15 Minuten angekommen war, war er natürlich schon verschwunden.
Das sollte nun also der erste Ansitz auf einen Bock im eigenen Revier gewesen sein.
Müde und etwas traurig ging ich nach Hause, freute mich aber schon auf den Ansitz bei zwei Freunden im viel größeren Revier in dem mehr Rehwild und weniger Fußgänger etc. unterwegs sind, das Wild ist also nicht ganz so heimlich wie bei uns im Revier.

Gegen 16:30 kam ich bei den beiden an und wir besprachen den Ansitz bei Kaffee und Kuchen.
Um kurz vor halb 7 bezog ich eine Kanzel im Wald an einer Kirrung, auf welcher ich bis ca. halb 8 sitzen sollte bevor ich an den Wald/Feldrand auf eine offene Leiter wechseln sollte.



Dort angekommen sollte es vorerst einmal ruhig bleiben. Ich vernahm 2 Schüsse in Abstand von knapp 10 Minuten, welchen ich natürlich gleich auf den Grund gehen wollte und schrieb den beiden eine Nachricht. Kurze Zeit später kam die Antwort, dass einer der beiden 2 Knopfböcke erlegt hatte.
Ich wünschte ihm Waidmannsheil und hoffte, dass ich auch noch erfolgreich sein werde. Mittlerweile fing es aber schon leicht an zu dämmern.


Ein Hase welcher hinter mir durch das Dickicht hoppelte trieb mein Adrenalin schon etwas in die Höhe, da er ziemlich laut war und sich eher nach etwas größerem als einem Hasen anhörte, als er dann aber auf dem Feld angekommen war machte sich die Ernüchterung breit und ich beobachtete ihn eine Zeit lang, bis er wieder verschwand.


Aber dann sollte meine Zeit kommen….
Der Waldrand war L förmig und ich saß in der Mitte des längeren Teils und konnte beobachten wie ein Bock aus dem kürzeren Teil des Ls auf das Feld wechselte.
Bei genauem Betrachten erkannte ich, dass er noch im Bast steht und „nur“ ein 4-Ender ist.
Wir hatten nämlich vereinbart, dass nur Jährlinge, Abnorme, Abgekommene und Knopfböcke erlegt werden sollten. 6-Ender und alle anderen sollten geschont werden.

Ich nahm also so leise es ging meine Waffe in den Anschlag, überprüfte meine Schussrichtung mit Kugelfang etc. nun fing der Bock jedoch an zu laufen und wurde immer schneller, ich nahm meinen Schal schon vom Mund, fuhr jedoch weiter im Anschlag mit und war kurz davor ihn anzupfeifen, damit er stehen bleibt, jedoch blieb er dann glücklicherweise von alleine stehen und fing an zu äsen.

Nachdem ich nun noch einmal alles überprüft hatte und mittlerweile voller Adrenalin war (was ich jetzt beim Schreiben auch wieder bin) ließ ich die Kugel fliegen….
Aber was war jetzt? Der Bock war auf einmal nicht mehr zu sehn…
Ich war sprachlos, das konnte nicht sein, ich war doch genau drauf und er hatte sich nicht mehr bewegt.
Ich wartete noch einige Zeit ab, bis es keine 5 Minuten später wieder rechts von mir im Gebüsch knackte und ein Bock auf dem Feld stand, welcher genauso aussah als der den ich beschossen hatte.

Ich fing schon an an mir zu zweifeln. Der Bock bekam Wind von mir und verschwand wieder im Wald.

Mittlerweile war es aber schon so dunkel, dass ich abbaumte.
Ich lief direkt auf die Stelle zu, an der ich den Bock vermutete. Nun wusste ich auch, warum ich ihn nach dem Schuss nicht mehr gesehen hatte: Er lag direkt auf der Fahrspur, die der Traktor beim sähen des Weizens hinterlassen hatte und da der Weizen schon knapp 30 cm hoch war, konnte ich ihn von meinem Sitz aus nicht mehr sehn.

Man war ich glücklich, dass es geklappt hat. Der Schuss saß perfekt am Blatt, der Bock musste also nicht leiden, sondern war sofort tot. Da es nun mittlerweile so dunkel war, dass ein einfaches Aufbrechen an Ort und Stelle nicht möglich war, holten mich die anderen beiden mit dem Auto ab und wir luden ihn auf den Heckträger, auf dem die anderen beiden Böcke schon lagen.



An der Jagdhütte angekommen galt es nun den Bock aufzubrechen und die Innereien zu entnehmen.
Dies war das erste Mal, dass ich es fast alleine machen sollte. Einer der Beiden gab mir Anweisungen was ich nun zu tun hatte und es klappte auch ganz gut und ich war zufrieden.
Nach der Bruchübergabe durch den Jagdherren tranken wir ein Bier und unterhielten uns noch einige Zeit über den vergangenen Ansitz.
Nachdem es mittlerweile kurz nach 23 Uhr war verabschiedete ich mich und fuhr die knapp 80 km zu meiner Freundin und erzählte ihr dort nochmal die ganze Geschichte.

Glücklich und zufrieden fiel ich um 1 ins Bett.

Ich wünsche euch viel Waidmannsheil und Erfolg bei der gerade erst begonnenen Bockjagd,

Euer Karsten

Sonntag, 24. April 2016

Alle Neune und ein Schwein zur Geisterstunde

Da meine Freundin seit Mittwoch mit ihren Mädels im Urlaub ist, hatte ich Abends viel Zeit, was ich natürlich gerne für die Jagd nutzen wollte.
Dies hieß also, dass ich, nachdem ich die Mädels zum Flughafen gefahren hatte zum Ansitz bei 99% Mond begeben werde.
Ich wollte mich an ein relativ frisch eingesätes Maisfeld setzen, da wir festgestellt hatten, dass die Sauen dort schon einmal kurz waren und ein paar Reihen aufgewühlt hatten, jedoch konnte ich in der Zeit von 21:30 bis ca. 1 Uhr, außer einem im weiter entfernten Wald schreckenden Reh und mehreren Hasen auf dem Feld, kein Wild hören bzw. sehen. Ich machte mich also auf den Weg und pirschte zu dem Feld, auf dem wir schon einen hohen Wildschaden zahlen mussten, aber auch hier war nichts zu sehen.
Schade, aber so ist das eben.
Auf dem Heimweg sammelte ich noch einen angefahrenen Feldhasen ein.
Am Donnerstag saß ich wieder um die gleiche Uhrzeit an, konnte diesmal aber gar nichts sehen.
Am Freitag setzte sich mein Vater ebenfalls ca. 300 m von mir, an einem anderen Feld an. Ich hörte gegen 23:30 und 0:30 jeweils einen Schuss aus verschiedenen Richtungen und hoffte natürlich, dass wir bei uns auch Erfolg haben werden, jedoch sollte auch dieser Ansitz „vergeblich“ sein, die Sauen ließen sich nicht blicken.
Als wir dann am Samstag an unsere Kirrung gingen, stellten wir fest, dass die Sauen dort fast den kompletten Weg bis zur Kirrung und die Kirrung selbst, umgegraben hatten. 

 Wir hätten uns nun natürlich am Abend an die Kirrung setzen können, jedoch haben wir beschlossen, den Sauen im Wald Ruhe zu lassen, damit sie nicht doch wieder auf die Felder wechseln. Nachdem wir die Kirrung wieder bestückt hatten wollten wir eigentlich Holz machen, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung... es regnete den kompletten Tag durch. Wir nutzten also das Wetter und kauften Kanthölzer um in nächster Zeit ein paar Hochsitze bauen zu können. Am Feld an dem ich saß war nämlich „nur“ eine mobile Kanzel, welche nicht ganz so fest steht.
Am Abend konnte ich nicht zum Ansitz, da ich mich mit unserem Faschingsverein zur Dorfmeisterschaft im Kegeln angemeldet hatte. Von 20 bis 22 Uhr verbrachten ich also dort um zu kegeln. Mit meinen 90 Holz war ich im guten Mittelfeld gelandet. Zum Abschluss des Abends fuhren wir noch zum McDonalds in die Nachbarstadt, wo ich mir einen Milchshake gönnte :). Auf der Fahrt nach Hause sah ich den wunderschön sichtbaren (nicht mehr ganz) Vollmond. Als ich nun also wieder gegen 23 Uhr zuhause angekommen war entschied ich mich spontan dafür doch noch einmal zu „meinem“ Feld zu gehen, um nach dem Rechten zu sehen. Ich schnappte also meine Büchse und zog mir nur schnell eine Jacke über, da ich nicht damit rechnete, dass es länger dauert und ich eine warme Hose benötigen würde (es hatte 0 Grad), aber ich sollte mich täuschen..........
Gegen 23:30 kam ich am Feld an und glaste es ab. Ich war circa 400 m entfernt und konnte schwarze Flecken auf dem Feld ausmachen, welche die Nächte davor nicht da waren... ich dachte mir nur „das kann doch jetzt nicht wahr sein, da sitzt du 3 Nächte am Feld und nix kommt und wenn du einen Abend mal keine Zeit hast sind se gleich da“, es fing mich leicht an zu frösteln, ich hatte auch nur dünne Turnschuhe an, aber das war egal, da musste ich jetzt durch, wenn ich Jagderfolg haben wollte.
Ich lud meine Waffe, sicherte sie und pirschte mich langsam an, Schritt für Schritt, Meter für Meter, bis ich am Feldweg angekommen war. Ich prüfte immer wieder, ob Sie mich mitbekommen haben, der Wind stand günstig. Als ich auf ca. 200 m herangekommen war konnte ich nun feststellen, dass es 4 recht kleine Überläufer sind, von denen einer gescheckt ist, diesen wollte ich erlegen. Nun machte ich mich also daran mich Ihnen auf dem Feldweg zu nähern, ich prüfte immer wieder, ob sie noch da sind, oder schon in Richtung Wald verschwunden sind.
Als ich auf ca. 150 m dran war, konnte ich sie auf einmal nicht mehr sehen, was mich ärgerte... als ich dann aber ein paar Meter weiter gepirscht war, konnte ich erkennen, dass sie nur hinter einer kleinen Erhebung am Rand des Feldes standen. Ich nahm meine Waffe hoch, legte an...... und musste feststellen, dass die Entfernung für einen sicheren Schuss ohne Pirschstock, also stehend freihändig, doch etwas gewagt ist. Also musste ich noch näher rankommen, gesagt getan.
Ich war jetzt nur noch knapp 75 m entfernt, die Entfernung war perfekt.
Man hatte ich Adrenalin im Blut und war aufgeregt.
So etwas spannendes hatte ich lange nicht mehr erlebt.
Ich nahm meine Waffe hoch, ging ins Ziel auf den Gescheckten.... leider war der Mond aber so hell, dass ich die Konturen nicht klar erkennen konnte, er war einfach zu hell.
Glücklicherweise stand das Wildschwein links von ihm perfekt breit und ich konnte es genau ansprechen, ich zielte nun also knapp hinter den Teller, hielt die Luft an und lies die Kugel fliegen. Ein lauter Knall hallte durch die Nacht. Ich repetierte schnell nach um bei Bedarf einen zweiten Schuss antragen zu können. Dies war aber nicht nötig, ich sah, wie der Körper zu Boden sank und nach kurzem Schlegeln verendete.
Ich zitterte vor lauter Aufregung und Adrenalin(oder war es die Kälte?? :) ) am ganzen Körper.
Ich schrieb, wie auch bei meiner ersten Sau, meinem Vater eine kurze Nachricht mit „Sau tot“, da er ja mittlerweile wusste, dass ich keine Scherze bei sowas machte, fragte er gleich, ob er kommen soll, oder ob ich es alleine schaffe.

Da ich mit dem Auto meiner Freundin unterwegs war, welches zu klein für ein Schweinchen war, musste ich die Autos tauschen.
Wie auch schon bei meinem ersten Reh, war mein Vater auf Geburtstag, was natürlich sofort Gesprächsthema war, als ich Ihn abgeholt hatte.
„Muss ich wohl immer auf Geburtstag gehen, wenn du jagen gehst??“ ;)
Wir fuhren zum Feld und luden die kleine Überläuferbache ein. Da es mitten auf dem Feld war konnte ich ihr leider keinen letzten Bissen geben, da weit und breit nichts in Reichweite war..

An unserem Zerwirkraum angekommen übernahm mein Vater die Leitung und wir entnahmen die Innereien, sie war nicht tragend, was ich mir bei der schwachen Statur auch nur schwer vorstellen konnte und mich natürlich freute. Sie wiegt 26 kg und hat keinen Feist. Nachdem wir sie also versorgt hatten, hängten wir sie in die Kühlung und reinigten alles. Ich fuhr meinen Vater wieder zum Geburtstag und fuhr wieder nach Hause, als ich die Hauptstraße überqueren wollte sah ich knapp 200 m nach dem Ortsausgang Blaulicht auf unserer Revierseite der Straße. Ich zögerte nicht lange und fuhr hin. Dort angekommen musste ich feststellen, dass Ein Auto einen Fuchs angefahren hatte und dieser im Graben auf der Seite des Nachbarreviers landete. Ich unterhielt mich kurz mit der Polizei und verständigte den Reviernachbar.
Nun war es aber wirklich an der Zeit schlafen zu gehen, es war mittlerweile kurz nach halb 2.
Was für ein wahnsinns Jagderlebnis, an das ich mich bestimmt auch noch lange zurückerinnern werde.

Ich wünsche euch weiterhin viel Waidmannsheil und freue mich auf die am kommenden Sonntag beginnende Bockjagd.

Euer Karsten

Dienstag, 19. April 2016

Kontrolle der Erdsitzwechsel

Wie ihr ja mitbekommen habt hab ich vor kurzem einen neuen Erdsitz aufgebaut.
Am Wochenende war ich nun nochmal die Wechsel kontrollieren und das Ergebnis will ich euch nicht vorenthalten.
Der Erdsitz steht, wie man anhand der frischen Fegestellen sehen kann goldrichtig.
Jetzt muss nur noch der erste Mai kommen.
In dem kommenden Tagen wird es wohl auch wieder auf den ein oder anderen Ansitz auf die Sauen geben.
Am Mittwoch/Donnerstag ist Vollmond.
Allen die den Mond ausnutzen können wünsche ich viel Waidmannsheil




Dienstag, 12. April 2016

Bauanleitung Palettenerdsitz


Wie der Titel schon sagt soll es hier um eine Bauanleitung für einen einfachen Erdsitz gehen.
Ich habe hierfür vor einiger Zeit in einer Hecke einen Pirschweg freigeschnitten und ans Ende dessen sollte nun der Erdsitz kommen, da am Hang gegenüber mehrere Wechsel auf die Wiese und die Quelle gehen und auch einige stark verfegte Bäume stehen.


Was benötigt man dafür:
3 Paletten (am besten ältere, damit sie nicht so aus der Hecke leuchten) quer verlattet und „geschlossen“ 1 „Ziegelpalette“- verschiedene Bretter für Sitz-, Auf- und Ablagefläche
- Schaufel
- Astschere/-säge
- Motorsäge
- Hammer
- Nägel

Nun ging es nach einer ersten Stellprobe in der Garage ins Revier.



Dort angekommen fingen wir an den Boden für die rechte Seitenwand zu ebnen, als das gepasst hat haben wir den Boden für die vordere Wand angepasst und die beiden Paletten mit Nägeln miteinander verbunden. Das gleiche haben wir dann wieder mit der linken Seitenwand gemacht.




Als also alle 3 Paletten fest miteinander verbunden waren ging es nun an die verschieb und - entnehmbare Sitzfläche.Hierzu haben wir eine kleine Ziegelpalette verwendet, da diese die perfekte Länge hat und nicht angepasst werden musste, in die Mitte musste lediglich noch ein passendes Brett zurechtgeschnitten werden.

Jetzt galt es noch die Auflageflächen anzubringen und anzupassen.


In unserem Fall musste die Auflagefläche für die Waffe erhöht werden, da wir ja hangaufwärts schießen müssen, dies muss man natürlich von Revier zu Revier etc. anpassen. Nach einigen Probeanschlägen hatten wir die passende Höhe mit Kanthölzern erreicht und konnten das Brett festnageln. Die Abdeckungen für die Seitenwände waren schnell gemacht.


Als letzter Punkt war nun noch die Ablagefläche für Fernglas etc. einzupassen. Hierzu nahmen wir die Maße für die Rechtecke, welche wir herausschneiden mussten, damit eine durchgehende Fläche der mittleren Strebe erreicht werden konnte.



Etwas müssen wir noch freischneiden, aber das ist ja zum Glück, mit dem passenden Werkzeug, schnell gemacht.


Fertig ist ein einfacher und kostengünstiger Erdsitz. Ich werde ihn im Mai testen und hoffe natürlich, dass ich Rehwild vielleicht sogar meinen ersten Rehbock in Anblick bekomme.
Bis dahin,
Waidmannsheil für die nahende Bockjagdsaison
Karsten


Dienstag, 23. Februar 2016

Wendejacke „Roar“ Tecl-Wood/Blaze TeclWood von Northern Hunting

Auf der Jagd und Hund hatte ich den kleinen Stand von der dänischen Firma „Northern Hunting“ entdeckt und war begeistert von den dort angebotenen Produkten.




Die Jacke die ich euch hier vorstellen werde sprang mir sofort ins Auge und da mein Vater sowieso auf der Suche nach so einer Jacke, welche auf der einen Seiten Tarnmuster und auf der anderen orangenes Tarnmuster für die Drückjagd hat, war, machten wir bei ihnen halt und redeten mit Ihnen, was nicht ganz so einfach war, da es ein Däne war und sein und mein Englisch nicht 100%ig waren, aber wir konnten uns dennoch gut verstehen und er mich von seiner Jacke überzeugen. 

Ich bin froh, dass mein Vater eine Jacke mit ähnlichen Eigenschaften, welche er an einem anderen Stand gesehen hatte, diese Ihn aber nicht 100%ig überzeugten nicht mitgenommen hat, was im Nachhinein natürlich sehr gut war.
Aber nun genug geredet, kommen wir zur Jacke.

Die Jacke hat, wie schon beschrieben, auf der einen Seite „Tecl-Wood OPTIMA-2 camouflage“ was man meiner Meinung nach mit dem OPTIFADE Forest (Link zum Bericht) vergleichen kann und auf der anderen Seite „TECL-WOOD Optima-3 blaze camo“, also ein leuchtendes Orange, wie es auf Drück- und Treibjagden vorgeschrieben ist. 

Eine weitere Eigenschaft ist, dass sie Dank der „ADDVENTEX WIND“ Membran wind- und wasserdicht ist. Auf der Homepage wird sie nur als wasserabweisend ausgewiesen, was aber daran liegt, dass die Reisverschlüsse nicht 100% dicht sind. Das Material der Jacke an sich ist 100% dicht, wie mir der Kollege am Stand erklärte. 
Was bei dieser Jacke ein Vor- und auch gleichzeitig ein Nachteil ist: Die Taschen sind nur jeweils von einer Seite zugänglich.

Sie verfügt außerdem noch über Daumenlöcher.
Des Weiteren verfügt die Jacke über einen Zugbund am Ende der Jacke, welcher über ein Zugband in der Tasche auf der orangenen Seite eingestellt werden kann. 
Den Kragen an sich finde ich auch sehr gelungen, da er recht hoch ist, wie man auf den Bildern erkennen kann. 
Ich hatte die Jacke bisher erst einmal bei einem 2,5-stündigen Spaziergang bei leichtem bis starken Nieselregen und 8 Grad an. Ich kam zwar nass bzw. feucht zuhause an, aber das lag eher am schnellen Tempo und der falschen Unterbekleidung als an der Jacke. 

Die Tarnung in den in Deutschland vorhanden Mischwäldern halte ich für sehr gut, im Sommer wahrscheinlich noch besser, wenn die Bäume wieder ihre Blätter haben, aber auf dem Bild erkennt man mich schon kaum, die nächste Anschaffung wird wohl eine Hose im passenden Muster sein.
Bisher kann ich die „Roar“ also uneingeschränkt empfehlen. 

Auf der Drückjagd und den (Sommer-) Ansitzen und Pirschgängen muss sie sich natürlich erst noch beweisen. Wer aber eine Jacke für beide Jagdarten sucht ist mit dieser Jacke meiner Meinung nach sehr gut bedient. Preislich liegt sie bei knapp 140 EUR. Bezogen werden kann sie direkt auf der Homepage oder über andere Shops.